Diesen Eintrag wollte ich eigentlich Ende Januar veröffentlichen, dann geriet er allerdings in Vergessenheit. Hier kommt er aber nun in komplett ausgearbeiteter Version.

Es fing alles damit an, dass mein LG G3 am 08. Dezember 2016 seinen Geist aufgab. Nach mehreren Stunden vergeblicher Rettungsarbeiten ließ ich schließlich schweren Herzens von weiteren Versuchen ab und reaktivierte für die Über­gangs­phase auf unbestimmte Zeit mein Galaxy Nexus.

Rückblende

Mein erstes Android Smartphone war das HTC Hero in der T-Mobile-Edition. Das Galaxy Nexus folgte darauf und war mir ebenfalls lange Zeit ein treuer Begleiter. Nach ein paar Benutzungsjahren sind mir diese aber jeweils zu langsam geworden und es fühlte sich im Alltag nicht mehr gut an mit ihnen zu hantieren.

Anders war es bei meinem nächsten Gerät, dem LG G3.

Über das wollte ich eigentlich, wie in einem meiner früheren Beiträge angekündigt, ausführlich berichten. Diesen Plan verwarf ich jedoch immer wieder, da ich dachte:

“Da kommt demnächst doch ein Android-Update. Mache ich den Artikel danach fertig, sonst ist er direkt schon wieder veraltet.”

Wie der Zufall so wollte, plante ich dann für Dezember 2016 einen Blogeintrag, der gleichzeitig auch eine Anleitung zum Rooten des G3 sein sollte. Dies hatte ich nämlich mittlerweile mit meinem alltäglichen Begleiter erfolgreich durchgeführt und auch einige Zeit im Einsatz.

Aber der Totalausfall machte mir einen Strich durch die Rechnung.

Und nachdem klar wurde, dass weder der Händler noch der Hersteller eine einfache (und kostengünstige) Lösung parat hatte, war mein Entschluss gefasst:
Es musste ein neues Smartphone her!

Meine Entscheidung fiel auf ein OnePlus

Nachdem ich ein paar Tage hin und her überlegt hatte entschied ich mich für das OnePlus 3T.

OnePlus 3T
© Julian Rademacher 2017

OnePlus als Hersteller war mir als Technikbegeisterter und Android-Fan von der ersten Stunde an ein Begriff. Ich hätte mir damals auch sofort das erste Gerät mit guter Ausstattung zu einem schmalen Preis gekauft, wenn ich nicht kurz zuvor ein anderes Mobiltelefon gekauft hätte das LG G3.

Zum Zeitpunkt meiner Bestellung war das OnePlus 3T nicht sofort lieferbar und der ungefähre Liefertermin lautete 06.01.2017.

Als ich am 27.12. eine Nachricht von OnePlus bekam, dass die Bestellung versendet wurde und kurz darauf die Information von DHL im E-Mail-Postfach eintraf, dass am 28.12.2016 eine Lieferung eintreffen würde, war ich hoch erfreut.

Am 29.12. hielt ich dann endlich das jungfäuliche Gerät in den Händen.
Warum erst am 29., wenn es doch am 28. geliefert werden sollte fragt ihr euch beim Lesen?
Beantworten kann das bloß der DHL-Fahrer, der gegen Mittag des 28. angab, dass er niemanden an meiner Adresse antraf und das Paket deshalb am nächsten Tag in der nächstgelegenen Postfiliale abzuholen wäre… (Mehr dazu auf twitter.)

Mein OnePlus 3T

  • Android Oreo (8.0.0)
  • 128 GB Speicher
  • 6 GB RAM

Die aus meiner Sicht einzigen beiden Nachteile sind, dass man den Speicher des 3T nicht mit einer SD-Karte aufstocken kann und das der Akku nicht wechselbar ist.

Solange der Akku nicht so schnell den Geist aufgibt, wie der meines LG G3, werde ich mit der DASH genannten Schnellladefunktion des 3T sicher nie das Gefühl verspühren, einen Notfallakku bei mir haben zu müssen.
In der Zeit bis heute liegt mein Rekord mit einer Akkuladung und meiner gewöhnlichen Nutzung an Werktagen bei knapp unter drei Tagen. Nach fast ein paar Monaten Benutzung und ein paar mehr installierten Apps kam ich immer sehr gut über einen Tag. Auch nach fast einem Jahr sieht es nicht spührbar anders aus.

Mit der 128 GB Speichervariante werde ich hoffentlich auch nie eine Speicherkarte benötigen.* Aufgenommene Bilder und Videos landen in voller Auflösung via Cloud auf meinem Rechner. Bei Speicherknappheit müssten sie nicht auf dem Gerät selber verbleiben.

* Das dachte ich anfangs auch bei den 16 GB beim Galaxy Nexus und den 32 GB beim LG G3, nachdem ich das HTC Hero mit 512 MB selbst mit einer externen Speicherkarte nicht mehr produktiv verwenden konnte.

Aktuell bin ich mit meinem Kauf noch immer sehr zufrieden.

Natürlich sehen auch Geräter anderer Hersteller interessant aus und zum Teil dachte ich bei den diesjährigen Flaggschiffen:

„Hätte ich mal noch ein paar Monate gewartet!“

Konnte ich dieses Mal aber nicht. Trotzdem würde ich das Modell oder eines seiner Nachfolger wieder kaufen. Gerade weil der Hersteller ein sehr schlankes Android als Betriebssystem verwendet habe ich seit dem 19. November sogar schon das neue Android Oreo in Verwendung!

„OnePlus 3T“: Oreo-Screenshots
© Julian Rademacher 2017

Eure treuen Wegbegleiter

Genug zu meinem ständigen Begleiter. Was nutzt ihr so für Smartphones und würdet ihr genau jenes Modell wieder kaufen?

Schreibt es den anderen Lesern und mir gerne via Twitter oder bei Facebook.

Julian Rademacher („moortaube“)

Hinter „moortaube“ verbirgt sich der Berliner Blogger Julian Rademacher, der hier gerne über technische Dinge berichtet.

moortaube
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